Rezensionen

Das Copyright für die online-Rezensionen für netzwerk mode textil e. V. liegt bei den Autor*innen, die auch den Inhalt ihrer Texte verantworten. Die online-Redaktion > trägt mit der Veröffentlichung zur freien Meinungsbildung bei, ohne sich den Meinungen der Verfasser*innen anzuschließen. Dies gilt auch für Verlinkungen auf Rezensionen, die nmt-Mitglieder an anderer Stelle veröffentlichten.

Wollen Sie Buchbesprechungen oder Auszüge aus den online-Rezensionen veröffentlichen, nehmen Sie bitte Kontakt zu Anno Stockem > auf, der diesen Bereich betreut. Für Zitationen gelten die üblichen Standards.

Wenn Sie eine auf der Internetseite von netzwerk mode textil e.V. publizierte Buchbesprechung zitieren möchten, bitten wir um folgende Angaben:

  • Nennung des Autors/ der Autorin (Rezension von xxx)
  • Titel des Beitrags (Name: Titel. Ort, Jahr)
  • Die genaue Online-Adresse (URL)
  • Das Datum Ihres Besuches
  • Bild des Buchtitels

 

Clothing the Sacred. Medieval Textiles as Fabric, Form and Metaphor

Kapustka, Mateusz, Warren T. Woodfin (Hrsg.): Clothing the Sacred. Medieval Textiles as Fabric, Form and Metaphor. Emsdetten, Berlin: Edition Imorde 2015 (Textile Studies 8, hrsg. v. Tristan Weddigen), 207 S. 16 farbige und zahlreiche s/w Abbildungen. ISBN: 978-3-942810-20-3

Titel REZ Bergemann

Die Bekleidung des Geheiligten – liturgische Textilien als Medium, Form und Bildzeichen im Mittelalter thematisiert ein neuer Sammelband aus der Reihe der Textile Studies. Er ist Er-gebnis einer Vortragsreihe des am Kunsthistorischen Institut der Universität Zürich unter der Leitung Prof. Dr. Tristan Weddigens angesiedelten Forschungsprojekts „TEXTILE (An Iconology of the Textile in Art and Architecture)“. Herausgeber sind die Projektmitarbeiter Mateusz Kapustka und Warren Woodfin. Sie haben mit dem Buch die überwiegend engli-schen, vereinzelt deutschen Beiträge aus Gastvorträgen und Kolloquien zusammengetragen, die 2010 bis 2011 im Rahmen des Projekts an der Universität Zürich gehalten wurden.
Ziel der Reihe und der Aufsätze ist es, für das Gebiet der Kunstgeschichte das inhärente Interesse der textilen Künste und Techniken und die Anwendbarkeit textiler Bildzeichen in anderen Medien der Repräsentation wie beispielsweise der Buchkunst zu verdeutlichen. Es sollen am Beispiel mittelalterlicher sakraler Textilien die spezifischen Qualitäten des Medi-ums Textil bewusstgemacht werden: Taktilität/Haptik, Mobilität sowie die Verbindung von Motiv und Verwendung. Zudem sollen zwei historische Perspektiven der sakralen Repräsen-tation vereint werden: Verhüllung und Verkörperung (disguise and embodiment) (S. 8). Weiterlesen. Download

Text: © Uta Bergemann
Uta Bergemann für netzwerk mode textil e. V. (online: 19.09.2016)

 

Herren im Anzug.Eine transatlantische Geschichte von Klassengesellschaften im langen 19. Jahrhundert

Meyerrose, Anja: Herren im Anzug. Eine transatlantische Geschichte von Klassengesellschaften im langen 19. Jahrhundert. Köln, Weimar, Wien, Böhlau Verlag 2016, 359 S., 31 s/w Abb. ISBN 978-3-412-50365-9

Titelbild Meyerrose

In ihrer als Dissertation am Institut für Soziologie Hannover eingereichten Studie zu „Herren im Anzug“ thematisiert Anja Meyerrose die Entwicklung und Bedeutung des Herrenanzuges als sozialgeschichtlicher Indikator im 19. Jahrhundert aus wirtschafts- und gesellschaftsge-schichtlicher Perspektive. Die Bedeutung der Kleidung als Kennzeichen der Verortung des Menschen in der Gesellschaft und in deren Hierarchie voraussetzend, nimmt sie den Männeranzug als „Bürgerlichen Anzug“, als bislang postuliertes Zeichen der Verbürgerlichung der Lebensweise im 19. Jahrhundert in den Fokus und fragt nach seiner Bedeutung und der Entwicklung dieser Bedeutung in den verschiedenen sich entwickelnden Industriegesellschaften. Als Fallbeispiele wählt sie die Entwicklung in England, wo der Anzug in der frühindustriellen Revolution entstand, in den USA, wo er radikal modernisiert wurde, und in Deutschland, um die länderspezifischen Macht- und Herrschaftsverhältnisse sichtbar zu machen. Der Aufbau der Studie folgt den Schritten: Genese, Transformation und Verbreitung des Anzugs. Weiterlesen. Download

Text: © Uta Bergemann
Uta Bergemann für netzwerk mode textil e. V. (online: 21.09.2016)

 

Trachten in der Lüneburger Heide und im Wendland

Ellwanger, Karen, Hauser, Andrea, Meiners, Jochen (Hrsg.): Trachten in der Lüneburger Heide und im Wendland. Münster, Waxmann Verlag, 2015, 435 S., durchgehend vierfarbig, ISBN 978-3-8309-3208-6

Titel Trachten im Wendland

Die umfangreiche Publikation zu Trachten in der Lüneburger Heide und im Wendland ist das Ergebnis eines über dreijährigen Forschungsprojekts, das das Institut für Materielle Kultur der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg initiiert und mit Kooperationspartnern von vier verschiedenen Museen durchgeführt hat. Vorrangiges Ziel des Projekts war es, die Sammlungen an Trachten und ländlicher Kleidung in den beteiligten Museen wissenschaftlich zu erfassen und sie vor dem Hintergrund neuer Erkenntnisse zur Kleider- und Trachtenforschung einzuordnen. Das als 9. Band in der Reihe „Visuelle Kultur. Studien und Materialien“ erschienene Buch enthält keinen Katalogteil, der die annähernd 3500 Objekte aufführt, sondern vielmehr zusammenfassende Texte, die die Ergebnisse der im Fokus des Forschungsprojekts stehenden Fragen präsentieren und näher erläutern. Weiterlesen. Download

Text: © Isa Fleischmann-Heck
Isa Fleischmann-Heck für netzwerk mode textil e.V. (online: 21.09.2016)

 

Frauen und Kleider. Was wir tragen. Was wir sind

Shapton, Leanne. Heti, Sheila. Julavits, Heidi: Frauen und Kleider. Was wir tragen. Was wir sind. Frankfurt am Main 2015. S. Fischer Verlag GmbH. 2015. 446 S., s/w und zahlr. farb. Abb. ISBN 978-10-002242-4

Titel Frauen und Kleider

„Es ist fast so, als würden Modezeitschriften nicht verstehen, was Frauen wollen. Ich glaube, Frauen wollen einzigartig sein – ein Wesen, das anders ist, als alle anderen“, dieses Zitat aus dem Buch „Frauen und Kleider“, deutet an, worum es in diesem Buch geht: Nicht um Haute Couture sondern um ganz ‚normale’ Alltagskleidung von Frauen. Um das ganz ‚normale’ Kleidungsverhalten von Frauen. Deshalb auch der Untertitel: „Was wir tragen. Was wir sind.“
In „Frauen und Kleider“ wird die ganz persönliche Bedeutung, die Kleidung für Frauen hat, von den drei Autorinnen aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet: Leanne Shapton ist eine kanadische Autorin und Illustratorin. Sheila Heti,  ebenfalls Kanadierin, arbeitet als Re-dakteurin für das Magazin ‚Believer’. Heidi Julavits ist Mitherausgeberin des Magazins  ‚Believer’, hat mehrere Bücher veröffentlicht und stammt aus Maine. Das Buch ist das Er-gebnis eines Projekts: Kleider- und Stilfragen begannen sie aus persönlichen Gründen zu interessieren, erinnert sich Sheila Heti. Sie ging in eine Buchhandlung und analysierte ver-schiedenste Bücher über Mode und Stile. Doch keines der Bücher oder Ratgeber empfand sie als hilfreich und entschloss sich zu diesem Buch-Projekt, das zeigen sollte, warum sich Frauen so anziehen, wie sie sich anziehen und was sie sich dabei denken. Heraus gekommen ist ein persönlicher Blick auf die Mode, eine sehr individuelle Sicht auf Kleidung. Weiterlesen. Download

Text: © Christina Körner
Christina Körner für netzwerk mode textil e.V. (online: 21.09.2016)

 

Das Bild vom Kind im Spiegel seiner Kleidung. Von prähistorischer Zeit bis zur Gegenwart

Annette Paetz gen. Schieck, Uta-Christiane Bergemann (Hg.): Das Bild vom Kind im Spiegel seiner Kleidung. Von prähistorischer Zeit bis zur Gegenwart. Regensburg, Verlag Schnell & Schneider GmbH, 2015.
ISBN 978-37954-3021-4

Titel Das Bild vom Kind

Der Knabe in der roten Husarenuniform lenkt den Blick auf den Tagungsband der gleichna-migen Veranstaltung im Textilmuseum Krefeld. Die seriöse Aufmachung zeigt ein ansprechendes Layout und hochwertiges Bildmaterial, das zum Schauen und Lesen verführt. Die Beiträge weisen auf unterschiedliche Perspektiven und Vorgehensweisen in der Auswertung der textilen Quellen hin. Jeder Beitrag schließt mit einer ausführlichen Bibliographie ab, die von großem Wert für weitere Forschungsarbeiten ist, weshalb das Buch in keiner wissenschaftlichen Bibliothek fehlen sollte. Die Publikation bietet Textilwissenschaftler*innen und fachlich interessierten Personen, wie Lehrern und Erziehern eine Fülle von Informationen und Anlass zur Reflexion. Zudem ist das Buch ein Schmuckstück für jeden privaten Bestand. 
Der Kleidung von Kindern widmen sich bislang sehr wenige wissenschaftliche Publikationen. Die Recherche ist aufgrund der dürftigen Quellenlage äußerst mühsam und schwierig. Umso mehr beeindrucken die einzelnen Beiträge durch ausgezeichnete wissenschaftliche Standards. Die inhaltlichen Beiträge umfassen zwar einen großen zeitlichen Rahmen, gehen aber exemplarisch in die Tiefe und die Autorinnen entwickeln mit geradezu kriminalistischem Spürsinn schlüssige Argumentations- und Beweisführungen aus dem jeweiligen Quellenmaterial. Aus unterschiedlichen Forschungsperspektiven werden archäologische Fundstücke, Fragmente, Bild- und Schriftquellen und vor allem die Originalkleidungsstücke zum Sprechen gebracht und geben Auskunft über die gesellschaftliche Stellung der Kinder in unterschiedlichen Epochen. Weiterlesen. Download

Text: © Ulla Gohl-Völker
Ulla Gohl-Völker für netzwerk mode textil e.V. (online: 23.09.2016)

 

Haute Couture in Paris. Ein Blick hinter die Kulissen der exklusivsten Modehäuser

Desirée Sadek und Guillaume de Laubier (Fotos): Haute Couture in Paris. Ein Blick hinter die Kulissen der exklusivsten Modehäuser. München, Knesebeck Verlag, 2015. 208 Seiten, 200 farb. Abbildungen. ISBN: 978-3-86873-867-4

titel Haute Couture 2015 klein

Die Pariser "Chambre Syndicale de la Haute Couture" - 1868 gegründet (im Buch S. 204 fälschlich 1973) und damit der weltweit älteste Modeverband - entscheidet in regelmäßigen Sitzungen streng über den Status der zugelassenen Mitglieder. Als Vollmitglied werden gemäß Statut nur Modehäuser anerkannt,
- deren Modellkollektionen in Handarbeit in eigenen Ateliers genäht werden,
- die zweimal jährlich mindestens 35 Modelle präsentieren,
- die mindestens 15 Angestellte haben, die diese Unikate fertigen,
- die ihren Hauptsitz in Paris haben.

Korrespondierende Mitglieder können seit 1997 auch ausländische Modehäuser werden, ansonsten gelten dieselben Kriterien. Seit 1998 vergibt die "Chambre" zusätzlich den Status des eingeladenen Mitglieds an jüngere französische und ausländische Modehäuser, die nach mindestens vier Modeschauen als Vollmitglieder berufen werden können. Im Jahr 2015 gibt es 13 Vollmitglieder, sieben korrespondierende Mitglieder und elf eingeladene Mitglieder; sie alle zeigen ihre exklusiven Schauen im Januar und Juli in Paris. Weiterlesen... Download

Text: © Adelheid Rasche
Adelheid Rasche für netzwerk mode textil e.V. (online: 09. November 2015)

 

Die Leidenschaft des Sammlers. Oskar Spiegelhalter als Wissenschaftsanimateur.

Michaela Haibl, Gudrun M. König, Anita Auer, Christina Ludwig (Hg.): Die Leidenschaft des Sammlers. Oskar Spiegelhalter als Wissenschaftsanimateur. Franziskanermuseum Villingen-Schwenningen. Verlag der Städtischen Museen Villingen-Schwennigen Bd. 37, 2015. 263 S., zahlreiche, meist große und farbige Abbildungen. ISBN: 978-3-939423-53-9

REZ Gohl voelkers huete

Der Begleitband zur Ausstellung „MODEN. Schwarzwälder und andere Hüte“ dokumentiert die Ergebnisse einer mehrjährigen Forschungskooperation zwischen dem Franziskanermuseum und der TU Dortmund zum Thema „Museale Herstellung von Region am Beispiel der Schwarzwaldsammlung Oskar Spiegelhalders (1884-1925)“. Das Projekt wurde unter dem Titel „Das Unsichtbare und das Sichtbare. Zur musealen Herstellung von Region“ von der VolkswagenStiftung gefördert.

Das Sichtbare sind die volkskundlichen Artefakte der Sammlung Spiegelhalder und das Unsichtbare erschließt sich aus den Sammlungsstrategien, Ordnungs- und Notationssysteme des Sammlers mittels derer das Bild der Region konstruiert wurde.

Der Inhalt des Buches gliedert sich in drei Teilbereiche. Die Beiträge im ersten Teil fokussieren das Phänomen der Musealisierung einer Region. Das heraufziehende Industriezeitalter begünstigte eine Hinwendung und Idealisierung der Region des Schwarzwaldes. Die Sammeltätigkeit von Oskar Spiegelhalder wird einerseits gespeist von der Hinwendung zur Region und andererseits von seiner Tätigkeit als Kaufmann. Letztere bestimmte nicht nur seine weitläufigen Kontakte zu kulturellen Einrichtungen, sondern auch die sorgfältige Dokumentation der Ankäufe und Veräußerungen, die ein Licht auf die Auswahl der Stücke und Bedeutungszuschreibungen werfen. Weiterlesen... Download

Text: © Ulla Gohl-Völker
Ulla Gohl-Völker für netzwerk-mode-textil e. V. (online: 7. August 2015)

 

Elsa Schiaparelli: Mode als Kunst

Schiaparelli, Elsa: Shocking Life. Die Autobiografie der Elsa Schiaparelli. Originalausgabe 1954 bei J.M. Dent & Sons. Ins Deutsche übertragen
von Ute Astrid Rall. Berlin, Parthas Verlag, 2014. 352 S. 40 s/w Abb.
ISBN 978-3-86964-084-6.

Secrest, Meryle: Elsa Schiaparelli. A Biography. New York, Alfred A. Knopf, 2014. 378 S., 86 teils farb. Abb.
ISBN: 978-0-307-70159-6

schiaparelli 02    schiaparelli cover

Elsa Schiaparelli (1890-1973) gilt nicht wenigen ModehistorikerInnen im Vergleich zu Coco Chanel (1883-1971) als die Innovativere und Wagemutigere. Doch trotz großer Ausstellungen in Philadelphia (2003) und New York (2012) sowie der kürzlich erfolgten Wiederbelebung ihres Modehauses in den alten Räumen am Place Vendôme in Paris ist Schiaparelli heute der breiten Öffentlichkeit kein Begriff mehr. Zwei neue Bücher rücken sie wieder ins Licht. Der Berliner Parthas-Verlag veröffentlicht ihre erst kürzlich ins Deutsche übersetzte Autobiografie aus dem Jahr 1954, und Alfred Knopf in New York legt eine detailreiche Lebensbeschreibung von Meryle Secrest vor.

Schiaparelli hatte die 1930er Jahre geprägt wie zuvor Coco Chanel die zwanziger – und später wieder die fünfziger bestimmen würde. Die amerikanische Vogue zählte Schiaparelli 1932 zu den wichtigsten ModeschöpferInnen aller Zeiten. 

Von 1935 bis 1937 war sie auf dem Gipfel ihres Erfolgs und galt weltweit als Inbegriff französischer Mode. Die Welt verdankt ihr das Wickelkleid, den Hosenrock für jede Gelegenheit, die Jacke zum Abendkleid, den Schuh mit Keilabsatz, den transparenten Regenmantel, den Reißverschluss als Dekorationselement sowie skurrile Knöpfe. Sie führte Kunstseide und Latex in die Couture ein. Im Jahr 1932 eröffnete sie die erste Boutique, in der Accessoires günstiger als im Haupt-Salon verkauft wurden. Zu diesem Zeitpunkt arbeiteten bereits 400 Angestellte in acht Werkstätten für sie. Weiterlesen... Download

Text: © Rose Wagner
Bilder: © Rose Wagner, soweit nicht anders angegeben
Rose Wagner für netzwerk mode textil e. V. (online: 15. April 2015)

 

Mode-Kunst-Werke 1715 bis heute

Waidenschlager, Christine: Mode-Kunst-Werke 1715 bis heute.
Kunstgewerbemuseum SMB, zugleich Bestandskatalog XXV des Kunstgewerbemuseums, Staatliche Museen zu Berlin. Berlin, Michael Imhof Verlag, 2014. 317 S., ca. 200 meist farb. Abb. ISBN: 978-3-7319-0140-2

Modekunstwerkrez

Seit November 2014 zeigt das Berliner Kunstgewerbemuseum in einer eigens dafür geschaffenen Modegalerie Mode aus drei Jahrhunderten. Nach dreijähriger Schließung können Besucher jetzt erstmals ausgewählte Objekte der 2003 erworbenen Sammlung Kamer/Ruf im Rahmen einer Dauerausstellung bestaunen. Als Ausstellungbegleitbuch und Bestandskatalog erschien zeitgleich die Publikation "Mode-Kunst-Werke", in dem die Sammlungsleiterin der Modeabteilung Christine Waidenschlager auf circa 300 Seiten das Gezeigte in Wort und Bild kenntnisreich, umfassend und anschaulich vorstellt.

Der Titel von Ausstellung und Buch ist Programm. Er spiegelt die Entscheidungen des Hauses wider, sowohl die historischen und die zeitgenössischen Kleider als auch die modischen Accessoires Stück für Stück ablenkungsfrei und chronologisch geordnet als solitäre "Kunstwerke" in perfekt ausgeleuchteten Vitrinen für sich sprechen zu lassen. Die Gestaltung des Katalogs folgt dieser Vorgabe. Das Layout ist 'klassisch', unaufgeregt und generös. Alle fotografierten Ausstellungsobjekte sind freigestellt und die meisten Kleider stehen ganz für sich auf einer weißen Seite. Weiterlesen... Download

Text: @ Gundula Wolter
Gundula Wolter für netzwerk mode textil e.V. (online: 14. Januar 2015)

 

Punk: Chaos to Couture

Bolton, Andrew (Hg.): Punk: Chaos to Couture. Ausst. Kat. Metropolitan
Museum of Art New York. New Haven u. London, Yale Univ. Press, 2013. 238 S., 200 überw. farb. Abb. ISBN: 978 0 300 19185 1

Punk Chaos to couture

Keine Gegenkultur hatte einen größeren Einfluss aufdie Mode als der Punk. Auf der Straße ist er weiter präsent, und aus der Couture ist er nicht mehr wegzudenken. Die Schau des Metropolitan Museum of Art zu seiner Ästhetik und s einem Einfluss auf die Couture war ein Publikumsrenner.

Der Katalog wird eingeleitet mit Beiträgen des Kurators Andrew Bolton, der Punk-Musiker Richard Hell und John Lydon (alias Johnny Rotten von den „Sex Pistols“) und des Popmusik-Journalisten Jon Savage. Die Genese des amerikanischen und des britischen Punk – New York 1974 bzw. London 1975 – verlief unterschiedlich. Nur der britische entwickelte eine folgenreiche ästhetische Energie. Bestimmend für den Punk-Stil sind die Ideen des Do-it-Yourself (DIY) und der Dekonstruktion, wozu bewusstes Zerstören und das Zusammenfügen von Nicht-Zusammengehörendem zählen. Die Verwendung von Abfall und Ausschuss ist typisch, Provokation gewollt. Weiterlesen. Download

Text: © Rose Wagner
Rose Wagner für netzwerk mode textil e.V. (online 28. Januar 2014)