Vorträge Vorschau
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Forschungskolloquium am Seminar für Kulturanthropologie des Textilen, TU-Dortmund, WS 2024/2025
ZOOM > WS 2024/2025, mittwochs, 17.00 Uhr ct
Vorträge
13.11.2024
Ulrike Bergermann:
Textile Muster und postkoloniales Copyright
20.11.2024
Kerstin Kraft:
Filmend forschen: Glove and Touch Studies
04.12.2024
Anna Behrend:
„im dunkeln aufbewahrt, belichtet, gesalzen“. Hist. Stoffmusterbücher als ‚rätselhafte Quellen‘ und Kondensate textiler Herstellungsprozesse
22.01.2025
Marco Pecorari:
Fashion Remains: From Archives to Exhibitions
29.01.2025
Anne Röhl:
Entanglements. Genderdiskurse textiler Handarbeiten, Bilder, Techniken
Digitale Teilnahme über Zoom-Link >
Veranstalter
Seminar für Kulturanthropologie des Textilen
tu technische universität dortmund
Vortragsreihe „Volkskultur“ – Inszeniert. Ästhetisiert. Politisiert
Freiburg (D) > 29.10.2024 - 04.02.2025
Trachten, Bräuche oder Sagen im Kontext einer ländlich-bäuerlichen und von Tradition geprägten Lebenswelt – dies sind zentrale Aspekte, die oftmals mit dem Begriff der Volkskultur assoziiert werden. Politik scheint dabei allenfalls eine Nebenrolle zu spielen. Auf diese Weise gerät nicht nur aus dem Blick, dass der Begriff der Volkskultur in seinen heutigen Bedeutungen auf die Romantik zurückgeht, sondern auch die Tatsache, dass die als Volkskultur beschriebenen Phänomene gerade in ihrem vermeintlich apolitischen Charakter bis in unsere Gegenwart immer wieder politisch in Anspruch genommen werden. So stiftet(-e) die Bezugnahme auf gemeinsame Traditionen politische Identität und Gemeinschaft oder wurde/wird zur Legitimierung von Machtansprüchen bis hin zur Begründung menschenverachtender Ideologien (wie im Nationalsozialismus) herangezogen. Die Vortragsreihe nimmt unterschiedliche historische wie aktuelle Phänomene der Politisierung von Volkskultur in den Blick. Der Fokus liegt dabei auf dem östlichen Europa und vor allem solchen Phänomenen, die mit der Geschichte und Gegenwart der als »deutsch« gelesenen Bevölkerung zusammenhängen.
29.10.2024, 18.15 Uhr
TOBIAS WEGER
Folklore in der Politik – politische Folklore?
Beispiele aus dem östlichen Europa
12.11.2024, 18.15 Uhr
ELISABETH FENDL
Die Tracht als Uniform der Frau.
Josef Hanika und die Trachtenerneuerung im Egerland der 1930er-Jahre
26.11.2024, 18.15 Uhr
CORNELIA EISLER
Politisierung von Erinnerungen.
Zur Ambivalenz der Heimatstuben deutscher Flüchtlinge und Vertriebener
03.12.2024, 18.15 Uhr
TILMAN KASTEN/VERONIKA KRÁLOVÁ
Illustrierte Volkskultur.
Die Zusammenarbeit von Johannes Künzig und Hans Retzlaff in den 1930er-Jahren
10.12.2024, 18.15 Uhr
MATTHIAS THADEN
»Der letzte weiße Fleck in den musealen Sammlungen.«
Die Entstehung der Südosteuropa-Sammlung am Museum Europäischer Kulturen in Berlin
14.01.2025, 18.15 Uhr
JENS ADAM
Politischer Wandel als Refiguration? Ethnografische Perspektiven auf den autoritären Populismus.
Der Fall Polen
21.01.2025, 18.15 Uhr
MAGDALENA PUCHBERGER
Politisierte »Volkskultur« und Museum. Zum Beispiel: Volkskundemuseum Wien
28.01.2025, 18.15 Uhr
PETR LOZOVIUK
Die Bessarabiendeutschen im Reichsgau Sudetenland und die zeitgenössische Volkskunde
04.02.2025, 18.15 Uhr
TYMOTEUSZ KRÓL
Queerfeindlichkeit und Sprachrevitalisierung.
Autoethnographische Erkundungen in Schlesien
Textquelle: Mailingliste kv
Veranstalter
Vortragsreihe des Instituts für Volkskunde der Deutschen des östlichen Europa, Freiburg (IVDE), ausgerichtet in Kooperation mit dem Institut für Empirische Kulturwissenschaft an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg.
Ort
Max-Kade-Auditorium I
Alte Universität
Bertholdstr. 17 (Eingang Brunnenstraße)
79098 Freiburg i. Br.
Deutschland
MODE Thema MODE 2024/25 | Kleidung als Ausdruck einer politischen Haltung
Sich gegenüber bestehenden Machtverhältnissen positionieren, überkommene Konventionen hinterfragen, bestätigen oder verstärken, sich solidarisch zeigen oder offensiv revoltieren: nicht nur im Fall von Statement-T-Shirts wird mit Kleidung politische Haltung gezeigt. Mittels unübersehbarer, direkter Codes, ob auf eine dezent sublime Art oder über ein vermeintlich unauffälliges, affirmatives Kleiderverhalten werden verschiedene Strategien verfolgt. In diesem Spannungsverhältnis thematisieren die Vorträge in der Reihe MODE Thema MODE Konzepte, sich mit Kleidung politisch zu äußern vom 16. Jahrhundert bis in die Gegenwart.
Made in Germany: Mode und Rechtsextremismus
Berlin (D) > 18.09.2024, 18.00 Uhr - 20.00 Uhr
Deutschland ist heute das internationale Modezentrum des Rechtsextremismus. German Nordic Brands, Nordeuropäische Textilmarken, Viking Lifestyles oder Kleidung für Konservative und Patrioten lauten die Selbstbezeichnungen dieses Modesegments. Marken, Produkte und Onlinestores aus deutschen Kleinstädten und Dörfern boomen, auch international. Doch ist nicht nur die Tendenz zur Gründung rechtsextremer Modelabels steigend, auch rechte Influencer:innen produzieren auf Social-Media-Plattformen eine Vielfalt neuer Styles. Der Vortrag stellt aktuelle Forschungsergebnisse zum rechtsextremen Modekomplex made in Germany zur Diskussion.
Referentin: Elke Gaugele, Wien
Monster Girls & Bondage Boys. Fantasie und Subversion in der Punk-Mode
Berlin (D) > 16.10.2024, 18.00 Uhr - 20.00 Uhr
Die Rebellion der Punks kommt eingekleidet in Leopard-Print, Leder-Masken, Titten-T-Shirts, Silberketten, Oma-Handtaschen und durchsichtigen Tüllröcken. Im Punk ist Mode der Ausgangspunkt zur Infragestellung von Regeln und Grenzen – seien es gesellschaftliche, sexuelle, geschlechterspezifische oder die des sogenannten guten Geschmacks. Punks wollten Identität neu erfinden.
In diesem Vortrag wollen wir den DIY-Anfänge von Punk-Pionier*innen in Läden wie SEX oder BOY in der Kings Road in London nachgehen und deren Auswirkungen und Verbindungen zu heute analysieren.
Referentin: Marie Skov, Berlin/Århus
Kleider, Klunker, Königin. Beobachtungen zu visuellen Strategien des britischen Königshauses
Berlin (D) > 13.11.2024, 18.00 Uhr - 20.00 Uhr
Einen Platz im kollektiven Gedächtnis hat sich Queen Elizabeth II. durch ihre Hüte, ihre farbenfrohnen Kostüme und die präzise abgestimmten Schmuckstücke gesichert. Wie sehr das modische Erscheinungsbild der Royal Family bei öffentlichen Auftritten bis heute bewusste visuelle Strategien verfolgt, beleuchtet der Vortrag von Simon Hofer.
Referent: Simon Hofer, Berlin
Staatsräson und Modediktat. Aspekte herrscherlicher Kleiderpraxis im französischen Second Empire
Berlin (D) > 19.02.2025, 18.00 Uhr - 20.00 Uhr
Das Zweite Französischen Kaiserreich (1852-1870) war stark geprägt durch die herrscherliche Zurschaustellung von Hof und Staat. Eine Schlüsselrolle für die sorgsam inszenierte, glanzvolle „fête impériale“ spielte Kaiserin Eugenie: Ihr äußeres Erscheinungsbild und ihre Garderobe dominierten die öffentliche Wahrnehmung. Am historischen Beispiel werden komplexe, teilweise ambivalente Zusammenhänge zwischen politischen, gesellschaftlichen, kulturellen und wirtschaftlichen Faktoren im Rahmen herrschaftlicher Kleiderpraxis und ihrer öffentlichen Rezeption fassbar, die hier und da noch heute Nachhall finden.
Referentin: Birgit Haase, Hamburg
Die Nationaltrachtdebatte. Versuche zur Durchsetzung einer nationalen Kleidung im 18. und 19. Jahrhundert
Berlin (D) > 19.03.2024 18.00 Uhr - 20.00 Uhr
Im 18. Jahrhundert erstarkten im Alten Reich, Schweden und Dänemark die Tendenzen, eine nationale Zugehörigkeit über die Kleidung auszudrücken. Diese Entwicklung ging mit der Bestrebung einher, sich auch in wirtschaftlicher Hinsicht mittels einer nationalen Kleidertracht von der Modemacht Frankreich zu emanzipieren. Der Vortrag beleuchtet die Argumentation innerhalb der Nationaltrachtdebatte als auch die konkreten Versuche einer praktischen Umsetzung.
Referent: Enrico Wagner, Wilhelmshaven
Kleider, Schmuck und Waffen. Vestimentäre Repräsentation am kurfürstlich-sächsischen Hof 1550 –1650
Berlin (D) > 09.04.2025, 18.00 Uhr - 20.00 Uhr
Die von einem Herrscher getragene Kleidung aus kostbaren Seidenstoffen und luxuriösem Pelz, verziert mit goldenem, edelsteinbesetztem Schmuck und vervollständigt durch prächtige Waffen hob ihn sichtbar aus der Menge hervor. Die Wahl eines Kleides, des Schmuckes und der Waffen richtete sich nach dem Anlass und dem Gegenüber. Sorgfältig ausgewählte Accessoires verwiesen auf Herkunft und verwandtschaftliche Beziehungen, übermittelten politische Botschaften und machten Allianzen deutlich. Am Beispiel der sächsischen Kurfürsten der Albertinischen Linie der Wettiner lassen sich einige dieser Aspekte mithilfe der in Dresden erhaltenen einzigartigen Bestände an Fürstenkleidern, Juwelen und Prunkwaffen belegen.
Referentin: Christine Nagel, Dresden
Ort
Vortragssaal im Kulturforum
Staatliche Museen zu Berlin
Matthäikirchplatz
10785 Berlin
Deutschland
Veranstalterin
Sammlung Modebild – Lipperheidesche Kostümbibliothek, Kunstbibliothek
Staatliche Museen zu Berlin, Stiftung Preußischer Kulturbesitz
Matthäikirchplatz 6
10785 Berlin
Deutschland
Herrschende Mode – Mode der Herrschenden
Online-Vortrag auf Youtube „Herrschende Mode – Mode der Herrschenden >“ mit Kuratorin Dr. Katja Schmitz-von Ledebur (Kunsthistorisches Museum Wien).